Glücklich im Kopfgefängnis – Jeden Tag neu

Nach der Lektüre von „Glücklich im Nutzergefängnis“ (SZ Online von heute) und rund einem Dutzend Artikeln mit ähnlicher inhaltlicher Linie aus deutschen Kulturressorts und Feuilletons darf man wohl fragen: Was denken sich die Autoren bei Artikeln gegen Apple, Facebook und Google?

Keine Frage, über Lock-In-Versuche, über Diskriminierung und über grenzwertigen Umgang mit Datenschutz muss man sprechen. Aber was ist das für eine Tonalität, die sich keine andere Branche gefallen lassen muß?

Sezieren wir den jüngsten Text:

Christoph Kappes zeigt anhand eines recht populistischen Textes aus der SZ, dass Journalisten weit weniger reflexieren, WAS und vor allem WIE sie arbeiten. Man vermisst einen Chefredakteur oder Textchef, der die Artikel mit etwas Abstand und mit einem kritischen Auge auf ihre Aussage und den Wahrheitsgehalt überprüft statt jede These, die genügend Skandalpotenzial in sich trägt, zu verwenden – auch wenn sie vielleicht kaum zutrifft.

Wir Leser/Nutzer müssen also froh sein, wenn es Leute gibt, die solche Artikel entlarven und zerlegen. Und den anderen ohne Fachwissen erklären, warum das so nicht stimmt. Jeden Tag aufs Neue. Vielleicht bis in alle Ewigkeit.

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