Die Pläne von @bosch

Soll: Kindergarten, Schule, Freunde, Tanzkurs, erste Liebe, Ausbildung oder Studium, Zivildienst, Wohnung, Job, Versicherung, Auto, Urlaub, Heirat, Karriere, Altersvorsorge, Kinder, Eigentumswohnung, guter Wein, erfüllender Sex, zweiter Frühling, Opernball, körperliche Fitness durch sportliche Aktivität, Enkelkinder, Rente, Selbstverwirklichung, Seelenheil dank Religion, Bestattung mit Dixieland-Band, gut gepflegtes Familiengrab.

Ist: Praktika, Wohngemeinschaft, prekäre Arbeitsverhältnisse, Psychotherapie, flüchtige Affären, öffentlicher Nahverkehr, billiger Fusel, Nebenjobs, Einsamkeit, Morrissey hören, Zweifel, Midlife Crisis, Thomas Bernhard lesen, Hoffen auf bedingungsloses Grundeinkommen und freien DSL-Anschluss im Alter, Romanfragment verbrennen, Essen auf Rädern, Bestattung mit Musik vom Band und keiner kommt (ohne Butterkuchen), anonyme Urnenbeisetzung.

Obiger Text soll: unterhalten, zurückblicken, träumen, vergleichen, zum Weinen bringen, erklären, fragen.

Obiger Text ist: unterhaltsam, kurzweilig, richtig, ehrlich, amüsant, frustrierend, hilfreich, Kunst.

Social Media im Unternehmen – die FedEx und Ketchum Pleon Studie

FedEx und Ketchum Pleon Chance hat eine Befragung mit 60 der führenden Markenunternehmen bezüglich ihrer Social Media Aktivitäten durchgeführt. Die Ergebnisse sind hier als .pdf verfügbar. Die Studie wirft nicht mit Zahlen um sich, vielmehr formuliert sie Kernaussagen über Ideen und Ziele im Einsatz sozialer Medien im Unternehmensumfeld. Diese wären:

  • Social Media ist ein Kanal, keine Strategie. In Social Media selbst liegen keine Lösungsansätze. Vielmehr ist es ein Dialog-Tool, das als Teil einer Unternehmensstrategie zu Einsatz kommen sollte, die Geschäftsziele, Marketing und Kommunikation vereint.
  • Jeder der Befragten nutzt Social Media: Hauptsächlich um sich selbst ins Gespräch zu bringen, Markenloyalität aufzubauen, und um sicheren, direkten und schnellen Kundenservice leisten zu können. Desweiteren um das Unternehmen in der Öffentlichkeit angemessen präsentieren zu können und um Produkteinführungen zu flankieren.
  • Wer nicht teilnimmt, wird als fehlend wahrgenommen! Dieses Tool kann nicht mehr ignoriert werden. Tritt ein Unternehmen hier nicht auf, so wird ihm das als Gesprächsverweigerung zur Last gelegt werden.

Die Studie bringt nicht wirklich viel Neues ans Licht, bestätigt jedoch bisherige Annahmen. Das Personalberater-Blog hat die wichtigsten Kernaussagen übersetzt und zusammengefasst (oben nur ein Auszug davon).

Was ich auch schon vermutet hatte, aber keinen Ahnung hatte, ob das so stimmt, war, dass sich vor allem im B2B-Bereich derzeit viel bewegt: Bisher regieren B2C-Unternehmen im Social Space, aber die B2B-Unternehmen wachen langsam auf und erkennen, welche Vorteile Social Media auch für sie haben kann, so die Studie von FedEx und Ketchum.

Wir haben das soziale Netzwerk schon, lieber @UARRR.

Man liest einen Text, markiert ein Zitat, drückt auf einen Button im Browser (sei es Bookmarkleiste oder Plugin) und Link wird anhand des Zitats aus dem Text auf der Profilseite gespeichert.

Marcel Wichmann ist ein schlauer Bursche, mit einem Händchen für Design und gute Ideen, manchmal sogar Humor. Deshalb schätze ich Ihn. Doch die Idee, die er jetzt verfolgt, wurde schon umgesetzt: Auch wenn er das in den Kommentaren dementiert. Wenn man Posterous so nutzt, wie er sein Netzwerk vorhat zu nutzen, dann ist es genau das Gleiche. Natürlich kann Posterous mehr und hat einen anderen Fokus.

Kann auch gut sein, dass die Beschränkung auf eben nur diese (oben zitierten) Funktionen zu einem Mega-Erfolg führen. Deshalb wünsche ich Ihm viel Glück bei der Umsetzung und freue mich, dass es noch Leute gibt, die gegen Widerstand und aus eigenem Antrieb an solche Projekte herangehen.

Und jetzt folgt meinem Stream (also diesem Blog) und achtet über Rivva auf die Top-Stories.

Das Ende der Werbung

Herr Gonda, heute haben Sie das Ende der Werbung erklärt. Wie kommen Sie zu dieser Ansicht?

Rob Gonda: Früher haben Unternehmen ihre Werbebotschaft den Verbrauchern aufgedrückt. Aus dieser Art der klassischen Werbung ist heute ein Dialog zwischen Marke und Kunden geworden. Es geht darum, positive Kundenerlebnisse zu schaffen. Natürlich kann man auch das weiterhin Werbung nennen.

Um das Gespräch zu suchen, müssen die Kunden eine Marke mögen. Wie gelingt das?

Rob Gonda: Eine Marke hat dann Erfolg, wenn sie es schafft, zu ihren Kunden eine sinnvolle Verbindung aufzubauen – und das über mehrere Kanäle hinweg. Verbraucher unterscheiden schließlich nicht zwischen Marketing, Produkt oder Kundendienst, für sie steht hinter allem die Marke.

Achtung festhalten: „Global Lead Creative Technology“ ist Herr Gonda bei SapientNitro.“GLCT“, grandios. Really. „Das Ende der Werbung“ halte ich für eine reißerische (in diesem Sinne ‚werbende‘) Formulierung, die sich der Werber hätte sparen können. Seine Thesen, die er im Interview erklärt, leuchten aber ein und sind lesenswert.

Posterous und Facebook – neues Layout beim Autopost

Ich bin sicher, habe aber auf die Schnelle keinen Beleg gefunden, dass schon öfter am Layout bei Autopost auf Facebook gearbeitet wurde. Jetzt hat Posterous offensichtlich (wieder) etwas geändert: Statt „Read more on Posterous“ und dem Titel des Blogartikels als Statusmeldung auf Facebook steht nun nichts mehr unter dem Facebook-Post. Stattdessen steht der Titel des Blogartikels sowohl als Statusmeldung als auch als Link über dem Exzerpt im Facebook-Post.

VORHER:

Facebook_marco_luciano-3-1

NACHHER:

Facebook_marco_luciano-2-1-1

Mir gefiel das Layout vorher deutlich besser, wenn man auch annehmen darf, dass die Klickrate durch die Vergrößerung des Links zum Blogartikel gesteigert werden kann. Wie gefällt es Dir?

Google Docs editable on iOS and Android

There’s great news today for users interested in bringing their Google Docs with them on their iPhone, though: Google has just announced that they’ve vastly improved the functionality of Google Docs on iOS, and you can now even edit your documents on your iPhone or iPad.

The secret sauce is Google’s new document editor, which supports editing within Mobile Safari, albeit with a few limitations. They’re in the process of rolling out the new document editor, and it’ll work on iOS 3.0+ devices, as well as Android 2.2 Froyo… now downloads require

Gerade via @davinci hereingezwitschert und nicht nur für „Scholz & Friends“ interessant. Die sind nämlich (fast) mit allen Arbeitsplätzen zu Google Apps umgezogen, um ortsunabhängig und stressfrei an den Projekten zu feilen. Mehr dazu im aktuellen pl0gcast #19 unter http://www.pl0g.de/wordpress/2010/11/18/pl0gcast-19-google-apps-im-einsatz-be…

Wo fehlen Parkbänke? Cognitive Cities im Interview mit t3n (via @thirdwaveberlin)

Wer schon immer einmal wissen wollte, was zum Henker „Cognitive Cities“ für ein Projekt ist, sollte sich dieses Interview von t3n mit Peter Bihr (@thewavingcat) und Igor Schwarzmann (@zeigor) ansehen.

Eigentlich sollte jeder dieses Interview sehen. Denn die beiden Jungs sagen mindestens zwei wichtige Sachen:
1. Mehr APIs braucht das Land (respektive die Stadt)!
2. Wir brauchen ein Programm, das uns einfach von A nach B führt, dabei alle Transportmöglichkeiten bedenkt und uns möglichst viele Routen anbietet.

www.cognitivecities.com
www.thirdwaveberlin.com

Glücklich im Kopfgefängnis – Jeden Tag neu

Nach der Lektüre von „Glücklich im Nutzergefängnis“ (SZ Online von heute) und rund einem Dutzend Artikeln mit ähnlicher inhaltlicher Linie aus deutschen Kulturressorts und Feuilletons darf man wohl fragen: Was denken sich die Autoren bei Artikeln gegen Apple, Facebook und Google?

Keine Frage, über Lock-In-Versuche, über Diskriminierung und über grenzwertigen Umgang mit Datenschutz muss man sprechen. Aber was ist das für eine Tonalität, die sich keine andere Branche gefallen lassen muß?

Sezieren wir den jüngsten Text:

Christoph Kappes zeigt anhand eines recht populistischen Textes aus der SZ, dass Journalisten weit weniger reflexieren, WAS und vor allem WIE sie arbeiten. Man vermisst einen Chefredakteur oder Textchef, der die Artikel mit etwas Abstand und mit einem kritischen Auge auf ihre Aussage und den Wahrheitsgehalt überprüft statt jede These, die genügend Skandalpotenzial in sich trägt, zu verwenden – auch wenn sie vielleicht kaum zutrifft.

Wir Leser/Nutzer müssen also froh sein, wenn es Leute gibt, die solche Artikel entlarven und zerlegen. Und den anderen ohne Fachwissen erklären, warum das so nicht stimmt. Jeden Tag aufs Neue. Vielleicht bis in alle Ewigkeit.