Und ich dachte, Di Lorenzo hätte es verstanden…

„Ich habe nichts gegen das Internet – wohl aber gegen die Ideologie des Internets“, so der „Zeit“-Chef. „Wir brauchen Paid Content!“ Dabei dürften sich die Redaktionen ihre Formate und Inhalte nicht von iPad und Co diktieren lassen, „sondern wir müssen die Geräte für uns nutzbar machen“.

via horizont.net

Was ist denn bitte die „Ideologie des Internets“? Das Internet besteht immer noch aus den Menschen, die es nutzen und Inhalte bereitstellen. Dass die Menschen für die breite Masse an Mittelmaß-Content im Netz keinen Cent ausgeben will, ist nicht nur ihr gutes Recht, sondern verständlich.

Auch will das iPad selbst etwas vorschreiben. Apple nutzt nur die verpasste Chance der Medienkonzerne, ein eigenes digitales Format samt Hardware zu etablieren. Wer zu spät kommt…

Immerhin: Di Lorenzo sagt auch etwas sehr richtiges, das den Quark weiter oben etwas relativiert: „Journalismus benötigt nicht nur Sendungsbewusstsein, sondern auch Empfangsbereitschaft.“ und weiter „Die Zeitung der Zukunft zeigt nicht den Informationsfluss, sondern die Ufer.“

2 Gedanken zu „Und ich dachte, Di Lorenzo hätte es verstanden…

  1. Dafuer, dass „der Journalismus“ nach jahrhundertlanger ehrenvoller & gesellschaftsessentieller Tradition schon seit Jahren kurz vor dem finalen Aus steht, klingt das, was ein Chefredakteur einer grossen Zeitungsfirma von sich gibt, ziemlich relaxt, von sich selbst ueberzeugt, substanzlos, und drohend.Eigentlich eine interessante Mischung, die einen zum Nachdenken bringen koennte.Auf der anderen Seite frage ich mich, ob diese Meinung auf Horizont.net ueberhaupt authentisch ist? Ist das die Meinung von di Lorenzo, oder ist das die Meinung, die Ronland Pimpl gerne ueber di Lorenzo kommunizieren moechte.Und, welchen Sinn oder Zweck koennte es haben, dass die Leser ueber das, was di Lorenzos angebliche Meinung ist, nachdenken? Dieses Thema finde ich eigentlich interessanter als die angebliche Meinung.

  2. So viele Jahrhunderte gibt es den Journalismus gar nicht. Bedroht fühle ich mich von Di Lorenzos Aussagen auch nicht, ich bin eher darüber verwundert oder etwas verärgert. Dass Horizont/Pimpl die Zitate fälscht kann ich natürlich nicht ausschließen, gehe aber nicht davon aus. Dass die Menschen nachdenken ist ja zunächst eine gute Sache, sofern sie sich dabei nicht von irgendwelchen Agitatoren und Demagogen leiten lassen. Ich wollte mit dem Blogpost eigentlich nur mein Verwunderung zum Ausdruck bringen. Ich dache, Di Lorenzo hätte in Sachen „online“ mehr verstanden, als seine Kollegen.PS: „sdfasdf“? So wird doch kein Kommentar ernst genommen. Ist doch schade.

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